Kommunalwahlprogramm 2026
Unser Programm für 2026-2032
Egling und Heinrichshofen zukunftsfähig gestalten.
Egling und Heinrichshofen sind besondere Orte – lebendig, eingebettet in eine wunderbare Natur, die wir gemeinsam erhalten wollen.
Bürgerschaftliches Engagement prägt unser Miteinander. Unsere Lebensqualität ist hoch, und wir genießen sie gemeinsam bei unseren Festen beim Sport und kulturellen Veranstaltungen.
Gleichzeitig steht unsere Gemeinde vor großen Herausforderungen: Eine Aufgabe wird es sein, die teilweise in die Jahre gekommene Infrastruktur nachzubessern, zu sanieren und zu ergänzen. Günstige Voraussetzungen für Wohnraum müssen geschaffen werden um junge Erwachsene am Ort zu halten. Die finanziellen Mittel sind begrenzt und deshalb ist genau zu überlegen, wie machbare Finanzierungen aussehen können.
Um die Bahnstation mit DB-, MVV- und AVV-Anschluss werden wir von anderen Orten beneidet. Auf die Erhaltung und den Ausbau des Verbindungstakts werden wir ein großes Augenmerk legen.
Eine sanierte Bahnbrücke darf nicht dazu führen, dass der Schwerlastverkehr durch unsere Gemeinde überhandnimmt. Insbesondere bauliche Maßnahmen dürfen nicht zu Behinderungen unserer Land- und Forstwirte sowie unsere gewerbesteuerpflichtigen Betriebe führen. Ohne gesunde Betriebe und Gewerbesteuereinnahmen sind Investitionen der Gemeinde nur eingeschränkt möglich.
In Egling und Heinrichshofen ist bereits ein hohes Niveau an erneuerbarer Energieerzeugung vorhanden. Durch Biogas kann bereits jetzt zur Abdeckung des Spitzenenergiebedarfs beigetragen werden. Wasserkraft, Solar- und bald wohl auch Windenergie ergänzen die vorhandene Energiegewinnung. Bei dieser sehen wir die Möglichkeit durch moderne Batteriegroßspeicher den Wirkungsgrad deutlich zu erhöhen. Ziel sollte eine kontinuierliche Bereitstellung der regenerativen Energien sein. Die Speicherung von Strom bei Überschussproduktionen und die Bewältigung von Dunkelflauten sind bereits jetzt mit modernen Speichern in jeder Größenordnung möglich.
Einen weiteren Schwerpunkt der Tätigkeit des kommenden Gemeinderats sehen wir in den sozialen Belangen der Bürger. Das von der Bürgerinitiative angestoßene Pflegeprojekt am Franzbauern-Hof und die Verbesserung der Betreuung unserer älteren Mitbürger in der Quartierpflege – Egling ist hier Pilotgemeinde – sind wegweisende Schritte in der Seniorenbetreuung. Das gleiche Engagement will die ödp auch für unsere Kinder mit Erhaltung und Ausbau des Kindergartens, der Kindertagesstätte und der Schule einbringen.
Die Kandidatinnen und Kandidaten der ödp treten bei der Gemeinderatswahl 2026 mit einem klaren Ziel an:
Egling und Heinrichshofen zukunftsfähig machen – ökologisch, sozial und wirtschaftlich stark. Dies wollen wir durch einen transparenten Politikstil erreichen, der laufend Feedback der Bürgerinnen und Bürger einholt.

Unsere 12 Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat spiegeln die Vielfalt Egling und Heinrichshofens wider:
Unterschiedliche Lebenswege, Berufe, Erfahrungen und Perspektiven. Menschen, die hier aufgewachsen sind, und solche, die Egling und Heinrichshofen zu ihrer Heimat gemacht haben.
Zusammen bringen wir Ideen, Erfahrung und Leidenschaft für Egling und Heinrichshofen ein und zeigen:
Vielfalt ist unsere Stärke und die beste Grundlage für eine lebendige Zukunft.
Wirtschaft, Gewerbe, Land und Forstwirtschaft & Handwerk

„Wie können Arbeits- und Ausbildungsplätze gestärkt und erhalten werden? Wie unterstützen wir Einzelhandel, Gewerbe und Handwerk sowie Land- und Forstwirtschaft?“
Eine stabile, vielfältige regionalbezogene Wirtschaft braucht gute Rahmenbedingungen:
Gezielte Unterstützung und Entwicklung von Handel und Gewerbe.
Eine feste Ansprechperson in der Verwaltung für Gewerbe & Handwerk für schnelle, unkomplizierte und effiziente Unterstützung.
Durchführung einer Befragung durch die Gemeinde bei den Betrieben: „Wo drückt der Schuh?“ Verbesserungsideen ggf. aufgreifen. Im Dialog auch Erwartungen der Gemeinde vermitteln.
Bürokratismus wenigstens vor Ort vermeiden/reduzieren und dazu Hilfsangebote anbieten.
Wohnen & Bauen

„Wie bleibt Egling und Heinrichshofen für junge Menschen, Familien und die ältere Generation attraktiv und lukrativ?“
Wir machen uns stark für bezahlbares und ökologisches Wohnen für alle Generationen. Unsere Vorstellungen:
Bebauung neben Einfamilienhäusern auch mit Eigentumswohnungen und Mietwohnungen ermöglichen für junge und alte Singles und Paare, die weniger Wohnraum benötigen und keinen Garten möchten. Es geht darum auch diesen Kreis am Ort zu halten.
Zukunftsfähige Neubauten: Mehrfamilien- und Mehrgenerationenhäuser, wo sinnvoll mit ökologischen Baustandards und Regenwassermanagement.
Erbpachtmodelle für Grundstücke
Erforderliche Instandhaltung der Kanalisation und Wasserzuführung sind voranzutreiben.
Natur & Umwelt

„Wie können wir Natur und Umwelt schützen und gleichzeitig Lebensqualität und Wohlstand sichern?“
Ziel ist ein ausgewogener Weg zwischen ökologischer Verantwortung und wirtschaftlicher Stabilität:
Schutz von Wasser und Natur hat Vorrang.
Kommunale Energieprojekte mit Bürgerbeteiligung.
Effektive Nutzung der vorhandenen erneuerbaren und regenerativen Energieresourcen durch Einsatz moderner Großspeichermedien.
Energetische Modernisierung öffentlicher Gebäude.
Hochwasserschutz weiter verbessern.
Renaturierung Paar: Prüfung der Auswirkungen und können noch weitere Bereiche sinnvoll renaturiert werden.
Einmähdige Blühwiesen auf gemeindlichen Grünflächen.
Verkehr
Sicher, bequem und umweltfreundlich
Ein moderner Verkehrsmix schafft Sicherheit und gute Erreichbarkeit für alle. Hier wollen wir unter anderem:
Unsere Bahnanbindung ist von hohem Wert. Diese ermöglicht Menschen, die nicht mehr so mobil sind oder kein Auto besitzen eine große Mobilität. Bei notwendigen Infrastruktursanierungen werden wir darauf dringen, dass diese möglichst ohne zeitlich befristete Einstellung des Bahnverkehrs erfolgen.
Bessere Anbindung mit ÖPNV der Nachbarortschaften (Prittriching, Dünzelbach und Moorenweis) – vielleicht mit dem MVV zu dem wir bereits gehören. Ausbau des Busverkehrs zu Zielen, die mit der Bahn eher umständlich zu erreichen sind (Landsberg).
Sichere Schul- KiTa und Radwege, Entschärfung von Gefahrenstellen.
Einführung von sinnvollen Tempo 30-Zonen im Siedlungsbereich, die die Verkehrssicherheit und den Wohnkomfort verbessern.
Barrierefreiheit im öffentlichen Raum und in öffentlichen Gebäuden.
Prüfung inwieweit der Ausbau öffentlich zugänglicher Ladesäulen sinnvoll ist.
Effiziente und bürgerfreundliche Verwaltung
Digital, aber nicht nur!
Wir setzen uns dafür ein, dass das Angebot Behördengänge digital zu erledigen, weiter ausgebaut wird.
Die Bayerische Staatsregierung will die Bürokratie weiter eindämmen. Mit dem Instrument der Modellregionen möchte sie einzelnen Kommunen die Möglichkeit geben innovative Reformansätze in der Verwaltung einzusetzen und zu testen und dann ggf. insgesamt bei allen Kommunen einführen. Wir schlagen vor zu prüfen, inwieweit Egling und Heinrichshofen die Voraussetzungen zur Teilnahme an diesem Projekt erfüllen und mit dem hauptamtlichen Bürgermeister und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinde zu diskutieren und zu erarbeiten, ob eine Teilnahme an diesem Projekt für die Gemeinde leistbar und hilfreich ist. Grundsätzlich fänden wir es sehr sinnvoll, innovative Verbesserungen möglichst frühzeitig in der Gemeinde einsetzen zu können, aber auch um ein Stück weit die Richtung für kleine Gemeinden mit vorgeben zu können.
Trotz aller Vorteile der Digitalisierung von Dienstleistungen, ist auch zu sehen, dass nicht jeder in der Lage ist, aus verschiedensten Gründen, in der digitalen Welt „mitzuhalten“. Es muss daher darauf geachtet werden, dass diesen Bürgerinnen und Bürgern weiter eine persönliche Hilfestellung der Gemeinde zuteil wird.
Politikstil
„Werde ich als Bürger gehört? Wie kann ich meine Anliegen einbringen?“
Wir vertreten eine Politik, die auf breite Bürgerbeteiligung baut, die fair und offen sowie integer ist. Wir stehen für Anstand, Respekt und Transparenz – und erteilen Hinterzimmerpolitik und Populismus eine klare Absage. Darum:
Nachvollziehbare Ratsarbeit in öffentlichen Sitzungen.
Umfassende Information der Ratsmitglieder mit verständlichen Vorlagen und ausreichendem Vorlauf vor den Sitzungen, damit transparente Entscheidungen möglich sind.
Mehr Bürgerbeteiligung und Mitsprache, z.B. durch offene Diskussionsrunden mit Gemeinderat eine Stunde vor der Sitzung.
Klare Zielsetzungen und eine gemeinsam erarbeitete Agenda des Gemeinderats für Wohnen, Soziales, Infrastruktur Umwelt und Kultur.
