25.10.2017

Rote Linie Mütterrente

ÖDP wirft FDP Politik gegen das Kindeswohl vor.

Agnes Becker, 1. stellv. Bundesvorsitzende der ÖDP. Foto: ÖDP Bundespressestelle.

Die Absicht der FDP, ihr Nein zur Mütterrente mit dem Zustandekommen der Jamaika-Koalition zu verknüpfen, offenbart die Verachtung der Liberalen gegenüber der gesellschaftlich wertvollen Erziehungs- und Pflegearbeit in den Familien. "Wer auch schon kleine finanzielle Anerkennungen der Erziehungsarbeit wie das Betreuungsgeld als Herdprämie herabwürdigt und die Mütterrente bekämpft, behandelt Erziehende ungerecht und sieht im Kindeswohl offenbar nicht einen vorrangigen Wert. Die FDP erfüllt mit dieser Position ganz sicher die Wünsche der Arbeitgeberverbände, die für sich eine bessere Verhandlungsposition sehen, wenn möglichst viele Menschen dem Arbeitsmarkt anstelle der Familie zur Verfügung stehen. Das ist aber eine Politik gegen die Bedürfnisse von Kleinkindern", kritisiert Agnes Becker, 1. stellv. Bundesvorsitzende der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP).

Nach Ansicht der ÖDP sollte die Familienarbeit noch viel weitgehender unterstützt werden, zum Beispiel durch die Einführung eines Erziehungsgehalts. Becker: "Erst wenn es das gibt, können sich Eltern frei entscheiden, ob sie während der ersten Lebensjahre ihres Kindes familiäre Betreuung oder einen Krippenplatz bevorzugen".

Kategorie: Familie, Jugend, Soziales