22.09.2017

Autobahn

hieß der Titel des bekanntesten Liedes der Gruppe Kraftwerk. In ihrer sterilen Musik kam bereits das Unmenschliche einer solchen Straße zum Ausdruck – Kahlschlag, Abraum, Kiesberge, Beton und Teer, zerschnittene Landschaften, zerstörte Natur, verschwundene Arten. Ein besonders schlimmes Verbrechen an der Zukunft ist der Bau der A94, welche die CSU gegen größte Widerstände nun doch verwirklichen darf. Das naturnahe und wunderschöne Isental wird dem Mobilitätswahn geopfert, die bereits vorhandene B12 wollte man partout nicht ausbauen. Wäre dieser Vorschlag der kompromissbereiten Ökologen schon deutlich billiger gewesen als die Prognosen für die A94, so kommt es jetzt wie es kommen muss: Der postglaziale Untergrund (Altmoränen und mit Sediment verfüllte Urstromtäler) fordert seinen Tribut: Die Kosten explodieren. Allein der jetzt gebaute Abschnitt soll anstelle von 440 Mio. Euro 770 kosten. Wer zieht endlich die dafür verantwortlichen Betonköpfe zur Rechenschaft, die sich von der Bauwirtschaft üppig ihre Wahlkampfkosten sponsern lassen? Diese Spenden an die CSU refinanzieren sich üppig. Und dann ist das Ganze auch noch ein PPP, ein Public-Privat-Partnership – Modell oder ein ÖPP -Modell, eine öffentlich-private – Partnerschaft. Mir wird angst und bang…

Kategorie: Energie / Verkehr